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P. Franziskus Jordan

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* 16.06.1848   -   † 08.09.1918

 

Herr Jesus Christus, Heiland der Welt! Immer wieder rufst Du Menschen, die sich wie die Apostel restlos und ganz dafür einsetzen, dass alle in Dir das Heil finden.

 

In Franziskus Jordan hast Du Dir einen solch eifrigen und treuen Diener apostolischer Verkündigung erweckt. Durch die Fürsprache der Königin der Apostel bitten wir Dich: Gib auch uns wie Deinem Diener Franziskus unerschütterliches Vertrauen in Deine liebende Führung, apostolischen Eifer für Dein Reich, selbstlose Hingabe im Dienst an den Brüdern und Schwestern und Mut zu Deiner Nachfolge auch im Kreuz.

 

Auf die Fürsprache Deines Dieners Franziskus erhöre gnädig unsere persönlichen Anliegen und laß uns bei Dir Hilfe finden in unseren Nöten. Amen. 

Gurtweil, ein kleiner Ort im südwestlichen Teil Badens nicht weit von der Grenze zur Schweiz und nur wenige Kilometer von der Bezirksstadt Waldshut entfernt, wurde die Heimatstadt von Pater Franziskus Maria vom Kreuze Jordan, dem Gründer der Salvatorianer. Dort kam Pater Jordan am 16. Juni 1848 als zweiter Sohn von Lorenz und Notburga, geborene Peter, zur Welt. Am folgenden Tag wurde er in der örtlichen Pfarrkirche auf den Namen Johannes Baptist getauft.

Da er in einer armen Familie aufwuchs, konnte er seinen Traum, Priester zu werden, zunächst nicht verwirklichen, obwohl er seine Berufung schon bei seiner Ersten Heiligen Kommunion erkannt hatte. Nach dem Abschluss der Grundschule wurde er Anstreicher und Dekorationsmaler und arbeitete als Wandergeselle im damaligen Gebiet Deutschlands. Dabei wurde ihm die schwierige geistliche Situation seiner Heimat und anderer europäischer Länder bewusst, als er sah, wie Menschen sich von Gott abwandten und den Glauben aufgaben und der Staat die Kirche in der Ausübung ihres Dienstes einschränkte (Kulturkampf). All diese Erfahrungen stärkten Jordans Glauben und festigten in ihm die Gewissheit seiner Priesterberufung. Schließlich traf er die Entscheidung, seiner Berufung zu folgen und Theologie zu studieren. 1869 nahm er zunächst Privatunterricht bei befreundeten Priestern in Waldshut; anschließend besuchte er das Gymnasium in Konstanz. Diese Zeit des Lernens verlangte Jordan viel ab, doch trotz seiner Schwierigkeiten in den Naturwissenschaften entwickelte er gleichzeitig seine sprachliche Begabung. Bei seinem Abitur legte er einen Aufsatz in acht europäischen Sprachen und einen weiteren in vier anderen Sprachen vor.

1874 begann Johannes Baptist mit dem Studium der Theologie und Philologie an der Ludwig Albert Universität zu Freiburg in Breisgau. Nach dem erfolgreichen Abschluss begann er im nahegelegenen Seminar von Sankt Peter, sich auf seinen Dienst als Priester vorzubereiten. Die Zeit der theologischen Studien nutzte er, um seinen Glauben und seine Spiritualität zu vertiefen. Regelmäßig empfing er die Sakramente, wie er es seit seiner Kindheit gewohnt war, und widmete viel Zeit dem Gebet. Außerdem begann er mit den Aufzeichnungen in seinem geistlichen Tagebuch, in dem er bis zu seinem Tod die wichtigsten Einsichten festhielt. Dieses Tagebuch ist zu einer wertvollen Quelle geworden, um seine Persönlichkeit und sein geistliches Profil näher kennenzulernen.

Am 21. Juli 1878 wurde Jordan zum Priester geweiht; später reiste er auf Anweisung seines Bischofs nach Rom, um mit dem Studium orientalischer Sprachen zu beginnen: Syrisch, Aramäisch, Koptisch, Arabisch sowie Hebräisch und Griechisch.

Seit der Zeit seines Theologiestudiums war in ihm die Überzeugung gewachsen, dass er von Gott dazu berufen war, ein neues apostolisches Werk in der Kirche zu gründen, dessen Mitglieder den Glauben verteidigen und zu seiner Neubelebung beitragen sollten, indem sie allen Menschen Jesus als den einzigen Heiland verkündigten. Diese Überzeugung verstärkte sich während einer Nahostreise im Jahr 1880. Nach Rom zurückgekehrt, begann er mit der Umsetzung dieser Idee, eine Gemeinschaft von Ordensleuten und Laien zu gründen, die den oben genannten apostolischen Auftrag erfüllen sollten. Diese Gemeinschaft sollte in drei Gruppen – „Grade“ genannt – gegliedert sein: der erste Grad für diejenigen, die wie die Apostel alles verlassen und sich in einem gemeinschaftlichen Leben ganz der Verkündigung der Guten Nachricht widmen würden; der zweite Grad für Akademiker, die durch Veröffentlichungen die göttliche Wahrheit ausbreiten sollten; und der dritte Grad für diejenigen Laien, die den Heiland vor allem durch das Zeugnis eines guten christlichen Lebens in ihren Familien und in ihrer Alltagswirklichkeit verkünden würden.

Pater Jordans Werk erhielt den Namen Apostolische Lehrgesellschaft, und am 8. Dezember 1881 wurde ihr erster Grad in Rom am Piazza Farnese 96 offiziell eingeführt. Ein Jahr später wurde der Name in Katholische Lehrgesellschaft geändert und im November 1882 konnte die wachsende Gemeinschaft mit Pater Jordan in ein Gebäude am Borgo Vecchio 165 umziehen, das zum Mutterhaus wurde. Mehrere Monate später wurde die Struktur der Gesellschaft geändert und in zwei Ordensgemeinschaften gegliedert, eine für Männer und eine für Frauen. Nach einigen Jahren trennte sich die Gemeinschaft der Frauen von Jordan und wurde zu den Schwestern der Schmerzensreichen Mutter. 1893 erhielt die Gemeinschaft der Männer ihren heutigen Namen: Gesellschaft des Göttlichen Heilands.

Pater Jordan widmete sich ganz der Aufgabe, sein Institut als Gründer, geistlicher Leiter und Generaloberer weiterzuentwickeln. Diese mehrfache Rolle war für ihn nicht leicht, weil sie große Anstrengungen mit sich brachte, besonders als er mit vielfältigen organisatorischen, finanziellen und personellen Schwierigkeiten konfrontiert war. Doch zugleich bedeutete sie für ihn eine tiefe innere Freude durch sein unerschütterliches Vertrauen auf die Göttliche Vorsehung und durch seine tiefe Überzeugung, dass dies der Weg war, seine Gründungsberufung zu verwirklichen und zur Errettung von Seelen beizutragen.

Dank seiner großen Entschlossenheit gründete er 1888 mit Therese von Wüllenweber (der Seligen Maria von den Aposteln) eine zweite weibliche Ordensgemeinschaft (Schwestern des Göttlichen Heilands). Eine weitere wichtige Entwicklung waren die Übernahme einer Mission in Assam sowie die Gründung neuer Häuser der Gesellschaft in verschiedenen europäischen Ländern und in anderen Teilen der Welt. In all diesen Erfahrungen reifte Pater Jordan als Mensch, als Ordensmann sowie als Priester und Gründer durch Entwicklung seiner Persönlichkeit und geistliches Wachstum. Die Grundlage für seine wachsende geistliche Reife lag in seiner tiefen Liebe zu Gott und zu seinen Nächsten, in seiner Beharrlichkeit im Gebet, in seinem Vertrauen auf die Göttliche Vorsehung sowie in seiner Demut, seiner Liebe zur Eucharistie, seiner mutigen Annahme des Kreuzes und seiner Treue zur Kirche. Im Lauf der Zeit galt Pater Jordan sowohl bei den Mitgliedern seiner Gemeinschaft als auch bei den Menschen außerhalb als ein Mann, der ein heiliges Leben führte. Gleichzeitig erlebte er, wie sein Werk sich sowohl geographisch als auch numerisch stark ausbreitete.

Im Zuge des Ersten Weltkriegs musste die Leitung der Gesellschaft 1915 zusammen mit Pater Jordan von Rom in die neutrale Schweiz verlegt werden. Nachdem Pater Jordan sich im Generalkapitel 1915 von der aktiven Leitung seines Instituts zurückgezogen hatte, verbrachte er die letzten drei Jahre seines Lebens in Fribourg (Schweiz). Er starb am 8. September 1918 in einem kleinen Hospiz in Tafers nahe Fribourg und wurde in der örtlichen Pfarrgemeinde bestattet. 1956 wurden seine sterblichen Überreste in das Mutterhaus der Gesellschaft in Rom überführt. 1942 wurde der Prozess seiner Seligsprechung offiziell eröffnet, 2011 das Dekret über die heroische Tugendhaftigkeit veröffentlicht.

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Franciscus Jordan

Wehe

mir, wenn ich Dich, o Herr, den Menschen nicht bekannt mache!

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